© Alois Köppl

 

1. Lebensgeschichte des heiligen Jodoks

2. Die Jodokkirche in Tännesberg

3. Die Entstehung des St. Jodok-Rittes

4. Die Symbole der Ritter

5. Der St. Jodok-Ritt in Bildern 

 

1. Lebensgeschichte des heiligen Jodoks

Der heilige Jodok entstammte einem französischem Fürstengeschlecht und wurde anfangs des 7. Jahrhunderts geboren. Nach dem Tod seiner Eltern sollte der heilige Jodok an Stelle seines erbberechtigten Bruders die Herrschaft übernehmen. Nach einer Bedenkzeit von acht Tagen im Kloster Maelmon lehnte er dieses Angebot ab.  Er schloss sich einer Pilgergruppe an, mit der er nach Rom kam. Hier erhielt er aufgrund seines Verständnisses für geistliche Dinge den Rat, Theologie zu studieren. Im Jahre 637 wurde er zum Priester geweiht. Sieben Jahre lang wirkte der heilige Jodok am Hofe des Grafen Haymo von Ponthieu als Kaplan. 644 zog er nach in eine Einöde. 655 kam Jodok nach Runiak, wo er eine Einsiedelei zu Ehren des heiligen Martin baute. Daraus ging später die berühmte Benediktinerabtei St. Josse sur Mer hervor. Der heilige Jodok starb im Jahre 669. In der Folgezeit pilgerten viele Menschen zum Grab des heiligen Jodok. Im 13.Jahrhundert war seine Verehrung über ganz Europa verbreitet.

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2. Die Jodokkirche in Tännesberg

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Im Jahre 1019 erfolgte in Tännesberg der Bau einer Kirche zu Ehren des Heiligen. Viele Menschen aus der Umgebung pilgerten nach St. Jodok, um Hilfe gegen Krankheiten und Seuchen zu erbitten. Eine Ansicht des Marktes Tännesberg und der Burgruine um 1680 findet sich auf dem Altarblatt des linken Seitenaltares der Wallfahrtskirche St. Jodok in Tännesberg.

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3. Die Entstehung des St. Jodok-Rittes
   
 

 

Der St. Jodok-Ritt in Tännesberg, eine Pferdewallfahrt, findet immer am vierten Wochenende im Juli statt.

Im Jahre 1796 hatte eine Viehseuche mit verheerenden  Folgen den Markt Tännesberg heimgesucht. In kürzester Zeit raffte sie um die 200 Tiere dahin. In dieser fast aussichtslosen Situation pilgerten die Menschen zur Jodokkirche in Tännesberg.

Leonhard Paritus (Zeugmacher), brachte nach Ausbruch der Krankheit die erste Kuh durch. Nach und nach verschwand die Seuche. Das war die Geburtsstunde des Jodok-Rittes. Die Tännesberger gelobten, zur Wallfahrtskirche St. Jodok zu ziehen. Als im Laufe des letzten Jahrhunderts das Pferd immer mehr durch Maschinen verdrängt wurde, schlief der alte Brauch ein. Im Jahre 1950 lebte die Tradition wieder auf. Heute findet dieses kirchliche Ereignis in Verbindung mit einem mehrtägigen Heimatfest statt.

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4. Die Symbole der Ritter

1) Kreuzritter und Fahnenreiter: die Paulsdorfer, einstige Burgherren von Tännesberg (schwarze Kleidung mit Kreuz und Fahnen)
2) Georgenritter: Symbol der Standhaftigkeit (weißer Umhang)
3) Martinsritter: erinnert an den heiligen Martin, Symbol für Großzügigkeit (blauer Umhang)
4) Feuerritter: Tännesberg wurde von drei großen Brandkatastrophen heimgesucht (1726 / 1796 / 1826) (roter Umhang)
5) Wappenritter: die Paulsdorfer dienten ihrem Landesherren (mit bayerischem Wappenschild)
6) Pestritter: erinnern an die Pest, die in Tännesberg mehrmals ausbrach (Kettenhemden und schwarzer Umhang)
7) Marktrichter / Marktschreiber: Verleihung der Marktrechte an Tännesberg im Jahre 1412 (schwarze Haube mit Marktstandarte)
8) Heroldsreiter: überbrachten in früheren Zeiten Nachrichten und Meldungen (bunte Baretts, Wams in roter Farbe)
9) weitere Reiter: Bürger und Bauern von Tännesberg
10) Wagen mit dem Allerheiligsten: Priester fährt mit dem Allerheiligsten
11) Pilgerzug mit Kreuz: erinnert an Pilger, die zur Kirche St. Jodok in Tännesberg pilgerten.

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5. Der St. Jodok-Ritt in Bildern 

 

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